Leben in Italien

Wo kann ich in Italien gebrauchte Möbel kaufen und verkaufen?

Ihr möchtet in Italien eine Wohnung oder ein Haus günstig einrichten? Oder Ihr habt vielleicht selbst Möbel, die Ihr verkaufen möchtet? In Italien gibt es ein paar gängige Portale, über die Ihr gebrauchte Möbel kaufen oder verkaufen könnt.

Möbel kaufen und verkaufen über Subito.it

Das Portal subito.it. Um dort eine Anzeige aufzugeben (Ihr könnt darüber natürlich auch Kleidung, Spielzeug oder gar Immobilien kaufen und verkaufen), müsst Ihr Euch zunächst einmal registrieren. Erledigt? Dann könnt Ihr auch schon fast Eure erste Anzeige aufgeben. Und das klappt so:

  • Neue Anzeige anlegen (“inserisci annuncio”)
  • Neues Objekt anlegen (“scrivi l’oggetto del tuo annuncio”) – geläufig sind hier Verkaufsanzeigen, die mit “Vendesi” (zu verkaufen) beginnen. Also zum Beispiel “vendesi poltrona verde” (grüner Sessel zu verkaufen). Die entsprechende Verkaufskategorie wird Euch dann vorgeschlagen.
  • Kategorie aussuchen (in diesem Fall wäre das “Tutto per la casa” (Alles für Haus/Wohnung) und dann die Rubrik “Arredamento e casalinghi”)
So sieht der Bildschirm auf subito.it aus.
  • Auswählen, ob Ihr das Objekt verkaufen (in vendita), verschenken (in regalo) oder kaufen wollt (cercasi)
  • Zustand des Objektes angeben (von “neu” bis “kaputt” per Dropdown-Menü)
  • Bilder hinzufügen (das ist nicht zwingend erforderlich, bietet sich beim Verkauf von Möbeln aber natürlich an)
  • Titel der Anzeige formulieren
  • Beschreibung hinzufügen
  • Preisvorstellungen benennen (auch das ist kein Muss)
  • Euch überlegen, ob Ihr Euer Verkaufsobjekt nur abholen oder es auch verschicken wollt (in letzerem Fall “disponibile a distanza” anklicken
  • Dann noch fix Euren Wohnort abgeben (in diesem Fall ist damit der Artikelstandort gemeint. Falls Ihr also selbst in Nürnberg wohnt, der zu verkaufende Schrank aber in Viterbo steht, solltet Ihr dann auch Viterbo angeben… 😉)
  • Die Adresse könnt Ihr ebenfalls hinzufügen und dann über “nascondi” verstecken (haben wir aber immer ausgelassen)
  • Angeben, ob Ihr als Privatperson (“privato”) oder aber als Firma (“azienda”) verkauft
  • Telefonnummer angeben (die ist erforderlich, kann über “nascondi” aber versteckt werden und wird dann NICHT angezeigt)

Kontaktiert werdet Ihr über den Chat (entsprechende Nachrichten bekommt Ihr über Eure hinterlegte Mailadresse). Kleiner Tipp: Versteckt Eure Telefonnummer. Ihr könnt wirklich auch über die Chatfunktion sehr gut erreicht werden und dann auch besser filtern, mit wem Ihr ins Geschäft kommen wollt. Wir hatten bei subito.it auch immer Anfragen in anderen Sprachen oder aber von Personen, die dann doch ganze Möbelstücke verschickt haben wollten.

Möbel verkaufen über Facebook Marketplace

Persönlich die besten Erfahrungen haben wir mit Facebook Marketplace gemacht (auch, weil Ihr die dort verfasste Anzeige ganz leicht noch in weiteren Verkaufsgruppen (siehe unten) posten könnt. Übersichtlich, schnell – und es gab für jedes inserierte Möbelstück innerhalb weniger Stunden gleich mehrere Anfragen. Dazu braucht Ihr nur oben in der Facebook-Suche das Stichtwort “Marketplace” angeben und bekommt den Marketplace (“kaufe und verkaufe in deiner Nähe”) direkt angezeigt.

Das Erstellen von Anzeigen ist auch deshalb einfach, weil Ihr sämtliche Erklärungen in der Sprache erhaltet, die Ihr in Eurem Profil eingestellt habt. Über das linke Menü könnt Ihr ein “Neues Inserat erstellen” und werdet dann ganz leicht durchs Menü geführt.

Anzeige erstellen (hier am besten mit Angaben in der Landessprache), abschicken und abwarten. 🙂 Die ersten Anfragen kommen meist sehr schnell.

Verkaufsgruppen auf Facebook

In jeder Region oder Provinz gibt es etliche Verkaufsgruppen über Facebook. Die findet Ihr meist ganz schnell über die Facebook-Suche. Die geläufigsten Namen sind diese hier:

  • vendo, compro, baratto (plus Region in der Landessprache)
  • vendo, compro, regalo (plus Region, Provinz oder Ort in der Landessprache)
  • compro, vendo, scambio o regalo (plus Region, Provinz oder Ort in der Landessprache)

Es gibt auch Gruppen, in denen Sachen nur verschenkt werden (Te lo regalo se vieni a prenderlo (plus Ort) – Ich schenke es dir, wenn du es abholen kommst)

Welche Daten muss ich im Netz preisgeben?

Grundsätzlich ist es Dir selbst überlassen, wie viele Daten Du im Netz preisgibst. Bei den Facebook-Verkaufsgruppen trittst Du nur mit Deinem Profil auf. Solltest Du Anfragen erhalten und Dir mit einem Interessenten einig werden, tauscht Ihr im Normalfall untereinander die Telefonnummern aus und vereinbart einen Treffpunkt (der auch die Wohnadresse sein kann).

Vorteil hier: Ihr könnt Euch Euer eigenes Bild von der Person machen und jederzeit selbst entscheiden, ob Ihr dieser oder lieber einer anderen Person etwas verkaufen wollt. Wenn Ihr ein ungutes Bauchgefühlt habt, dann lasst es. 🙂

Unsere Erfahrungen mit dem Verkauf von Möbeln per Netz

Wir haben schon mehrfach Möbel über Facebook verkauft (und die Anzeigen meist auch zeitgleich bei subito.it eingestellt). Über Facebook gab es weitaus mehr Anfragen, die vor allem auch in den ersten zwei Tagen kamen, so dass das mit dem Verkauf sehr schnell ging). Verkauft haben wir darüber schon eine Schlafcouch, einen Kleiderschrank, Hängeschränke, zwei Tische, aber auch eine komplette Küche. Die Begegnungen waren dabei teils sehr interessant. Vom Pastor einer evangelikalischen Kirche, der in unserem Wohnzimmer zusammen mit seiner Frau gleich mal auf der Schlafcouch probegelegen hat, während wir über Geld gesprochen haben, bis hin zu der Frau, die nicht die einfachste Wegbeschreibung verstanden hat (und fünf- oder sechsmal angerufen hat). Letzere hat den Küchenwagen dann doch nicht genommen hat, weil sie trotz genauer Maßangaben gedacht hatte, dass ein Meter eigentlich sehr viel höher wäre. 😉

Unschön war lediglich die Begegnung mit den beiden Männern, die die Wohnwand gekauft haben. Die waren dermaßen unsympathisch und ungepflegt, dass es wirklich unangenehm war, die in der Wohnung zu haben. Die Wohnwand war allerdings auseinandergebaut und die Männer dann recht schnell wieder weg. Das gewünschte Geld haben sie übrigens ohne Feilschen bezahlt. 🙂

Kennt Ihr vielleicht sogar noch andere Portale? Womit habt Ihr gute Erfahrungen gemacht?



Ihr lest hier gerade in der Kategorie “Leben in Italien”, die sich noch im Aufbau befindet. Ich bin Nadine, ausgebildete Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch und versuche, Euch hier ein wenig Hilfestellung bei Eurem Abenteuer Italien zu geben. Da ich die Seite privat betreibe, wird sie unregelmäßig bestückt, aber Ihr findet hier immer wieder neue Themen – gerade auch in Hinblick auf die Infektionslage in Italien. Damit die Seite erhalten bleibt, könnt Ihr sie auch gerne zum Beispiel über virtuelle Schokolade unterstützen:

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.